RIEGLER/MUCHE


 

TBN2

Daniel Riegler (trombone)

Matthias Muche (trombone) 


Seitdem sich die Posaunisten Daniel Riegler und Matthias Muche 2006 beim Moers Festival trafen arbeiten die Beiden regelmäßig in verschiedenen Konstellationen zusammen. 

"Eine sehr ähnliche Klangästhetik am Instrument hat sofort fasziniert (vielleicht auch konfrontiert) und dieselbe abenteuerlustige Offenohrigkeit gegenüber Anregungen aus improvisierter wie zeitgenössischer komponierter Musik bedeuteten den gemeinsamen Nenner."

Die gemeinsamen Arbeiten folgten der Idee eines „Solos für zwei Posaunisten“, quasi einer von zwei Spielern bedienten Stereoposaune. Eine Angleichung der verwendeten Materialien und des Klangs war dafür die Grundlage. Es folgten Konzerte bei den Saalfeldener Short Cuts, im Porgy & Bess Wien, Austrian Soundcheck Graz und auf dem Frischzelle Festival im Stadtgarten Köln. 
Als Posaunen-Elektronik Quartett BINTOBONE spielen die beiden auch mit Leo Riegler und Sven Hahne zusammen.  

Es folgte ein Kompositionsauftrag der Kunststiftung NRW an Matthias Muche. Die Uraufführung fand im Oktober 2013 im Porgy Wien statt. Hieraus entstand die Idee in Zusammenarbeit mit weiteren KomponistInnen neue Stücke für Posaune zu entwickeln und gemeinsam das Ausgangsmaterial zu bestimmen in denen unzählige gar nicht so neue aber selten gehörte Spieltechniken (Spaltklänge, einatmend Spielen...) und Erweiterungen (Rohrblattmundstücke, Schläuche und Trichter...) der Posaunen das Programm zu einer raumgreifenden Performance machen.

2017 konnte ein Kompositionsauftrag mit Mitteln des Musikfonds an Oxana Omelchuk realisiert werden. Es entstand das 25min Stück WOW AND FLUTTER im Rahmen des Projektes "Breaking News" mit Matthias Muche (Posaune) und dem Ensemble Studio Dan unter Leitung von Daniel Riegler aus Wien.
Im Zentrum des Projekts steht ein neues Werk von Omelchuk, ein Konzert für zwei Posaunen und 8-köpfiges Ensemble, an den Grenzlinien avancierter Spielformen experimenteller Musik; zwischen Improvisation, Jazz und neuer Musik.
Das Projekt versteht sich als kollektive Arbeit an einer zeitgenössischen Musik in der dem ausführenden Individuum eine gestaltende Rolle zukommt und die damit höchst eigenständige Ergebnisse hervorbringt. Damit wird es den Solisten und dem Ensemble auf den Leib geschrieben.

Uraufführung Oktober 2017 musikprotokoll Graz - steirischen herbst
Deutsche Erstaufführung Februar 2018 Stadtgarten Köln
weitere Aufführungen u.a. im Roulette New York City, Centre Phi Montreal, Mozartsaal Wien Modern

Nina Polaschegg sagt hierzu in ihrem Rundfunkbeitrag  Zeit-Ton / Ö1 und SWR2 NOWJazz Session: 

Egal ob Big Band oder kleines Ensemble: Das österreichische Ensemble Studio Dan groovt sich flexibel auf alle experimentellen Wellen ein. Bei seinem Konzert im Rahmen des musikprotokolls waren das buntschillernde Uraufführungen des Avantgarde-Jazz- Posaunisten George Lewis und der Komponistin Oxana Omelchuk...Studio Dan haben gemeinsam mit dem grandiosen Posaunisten Matthias Muche ein neues Stück von Oxana Omelchuk zur Uraufführung gebracht.

...Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, zu welch enormer Flexibilität in Größe und Stilistik dieses Kollektiv fähig ist, je nachdem an welchen wellenförmigen Grenzlinien des Experimentellen zwischen Improvisation, Komposition, Jazz oder Prog- Rock es sich gerade bewegt.
Diese instrumentale und stilistische Offenheit ist auch die beste Voraussetzung für die buntschillernde Musik von Oxana Omelchuk, die ebenfalls mit einer Uraufführung vertreten war. Die 1975 in Weißrussland geborene und in Köln lebende Künstlerin wurde seit ihrem Studium mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet und gehört zu den herausragenden Komponistinnen ihrer Generation.