SOLO Trombone


     
    Die viel zitierten "Grenzbereiche" ziehen sich wie ein roter Faden durch die Aktivitäten des in Köln lebenden Posaunisten Matthias Muche. Er verbindet in seinem Spiel die „sonoren“ Klangmöglichkeiten seines Blechblas-Instruments mit abenteuerlichsten erweiterten Spieltechniken und schafft einen engen Bezug zur Ästhetik aus dem Bereich Klangkunst, Neuer Musik und Jazz.

    Der Fokus seiner Arbeit lag bisher auf interdisziplinären Projekten im Bereich Musik, Tanz und Videokunst in denen intermediale Kompositionskonzepte erforscht werden und mit denen er um die ganze Welt reiste. Seine Kompositionen und Improvisationen führen diese ganz unterschiedlichen Einflüsse zusammen und erzählen sehr abwechslungsreiche musikalische Geschichten u.a. als Widmungen an inspirierende Persönlichkeiten in Muches Schaffen. Dabei werden ganz variierende Spielaufbauten verwendet: mit Zuspielern von Text und Soundscapes in und an der Posaune, Spatialisierungen über externe Schalltrichter, interaktive Computergrafiken als Versuchsaufbau synästhetischer Wahrnehmung oder ganz pur die nackte Posaune.

    Die Kritik schreibt über ihn: [...]verwendet alle Formen von Klangerweiterung des Instruments, die zeitweise wie elektronische Musik klingt, dann wieder Rhythmische und Melodische Idiome aus dem Jazz aufgreift und weiter spinnt. Einzelne Teile lassen jedoch auch an die Musik eines Sciarrino und Lachenmann erinnern. by Rui Eduardo Paes

    [...] Muche is in the tradition of Paul Rutherford and Johannes Bauer, with an organic trombone style, zigzaging between eruptive cries and tender exhalations, able to switch direction at will. by Martin Schray

    [...] Muche is more akin to Beat poets Gregory Corso and Allen Ginsberg...to stretch the trombone language as much as the Beats did so with English language imagery. by Ken Waxman

    [...] Muche zerblubbert und zerknüllt sein Instrument, much, muche, am muchesten by Rigo Dittmann

    Matthias Muche arbeitet als freischaffender Posaunist für Ensembles von Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie als Komponist, Improvisator und Medienkünstler. Er absolvierte nach seinem Musikstudium an der Hochschule der Künste Amsterdam/Rotterdam/Hochschule für Musik und Tanz Köln ein Postgraduierten- Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln und initiierte das Frischzelle Festival für intermediale Performance sowie Zeitkunst e.V.

    Konzertauswahl:
 Alarm Festival Berlin, Ankara Jazzfestival, Art Cologne, Cairo Festival, de:sonanz Festival Skopje, Fri Resonans Festival Trondheim, GetItLouder Festival Beijing/Shanghai, Hanoi Sound Stuff Festival, ISCMS Festival Istanbul, Jazzdor Festival Straßburg, Jazzfestival Saalfelden, Jazzwerkstatt Wien Festival, Journées Électriques Festival Albi, Mawazine Festival Rabat, Mediawave Festival Gyor, Mingus Festival Jazzwerkstatt Berlin, moers festival, MonaFoma Festival Tasmanien, North Sea Jazz Festival, novembermusic Essen, nownow Festival Sydney, nozart Festival Köln, PlaygroundRobotics Bern, Jazzwerkstatt Berlin Peitz Festival, Plaza-Festival Taipei, Re:new Digital Arts Festival Kopenhagen, Steirischer Herbst Graz, Traumzeit Festival Duisburg, Umlaut Festival Paris sowie u.a. Wien Modern Tourneen mit dem Goethe Institut in den Mittleren Osten, Balkan, Afrika, Asien, Indien, Mittel- und Südamerika, Australien und ins Baltikum.  

    EXCERPTS FROM LIVE AT "AUFS GANZE GEHEN - FESTIVAL WIESBADEN 2018"

    Künstlerverein Walkmühle